Das 35. Kinderfilmfest im Land Brandenburg
 

Mit bunten, persönlichen Eintrittskarten haben wir, die Kinder aus der 3c, kurz vor 8 Uhr einen ganz anderen Raum betreten als sonst um diese Uhrzeit: das Kulturzentrum unserer Stadt. Praktischerweise ist es direkt in unserem Schulhaus, also mussten wir nicht lange laufen. Diesmal sah der Raum aber aus wie verzaubert! Es war ein prächtiges Lichterspiel, ein Zirkuszelt, mit Organza, mit Lichterketten, mit lauter Zirkusmusik und einer ganz besonderen Zirkusdirektorin, mit einem großartigen lila Hut und einem theatralischen Geschick, das unsere Lehrerin gleich bemerkte. 

So eine Begrüßung haben wir nicht erwartet!

„Zirkuskind“ hieß der Dokumentarfilm, den wir gesehen haben. Ein Jahr lang hat die Kamera eine Familie begleitet, die keinen festen Wohnsitz hat. Sie sind in ganz Deutschland zu Hause, immer dort, wo sie gerade ihr Zirkuszelt aufbauen. Einmal so zu leben wie Santino, der Junge aus dem Film! Alle ein paar Wochen woanders! Das muss doch traumhaft sein, fanden einige von uns. Oder vielleicht doch ziemlich traurig – dachten wiederum die anderen. Immer wieder Freunde verlassen zu müssen, das muss doch schwer sein. Zum Glück hatte Santino immer seine ganze Familie dabei: die Eltern, Geschwister, Tanten, Onkel, Großeltern. Bei so einer großen Truppe wird dem Kind doch nie langweilig. Dazu erzählte der Opa Ehe immer so schön von seinem Leben, auf so eine warme Art. Sogar als er von den dunkelsten Karten der deutschen Geschichte sprach, haben wir sehr aufmerksam zugehört.  

Am Ende konnten wir noch auf dem Boden sitzen, direkt vor der netten Zirkusdirektorin (die gar keine war, sondern eine Moderatorin) und durch den magischen Würfel sprechen. Er hatte ein Mikrofon drin, aber wir haben nicht herausgefunden, wo es war. Jedenfalls konnten wir uns alle richtig gut hören. Dann gab es noch eine Überraschung: Beim Verlassen des Raums haben wir Popcorn bekommen!

Und ja, wir haben uns für alles bedankt. 😊 

Anita Matus