Unsere Klassenfahrt nach Schloss Boitzenburg – zwischen Zirkus, Muskelkater und Wanderfieber 🎪🏰
Vom 31. August bis zum 4. September hieß es für uns: Raus aus dem Klassenzimmer und rein ins Abenteuer! Gemeinsam mit der 6A und der 6C machte sich unsere Klasse, die 6B, auf den Weg zum Schloss Boitzenburg. Drei Klassen gleichzeitig auf Klassenfahrt – da war eigentlich schon vorher klar, dass es bestimmt nicht langweilig werden würde.
Als wir ankamen, waren wir erst einmal ziemlich beeindruckt. Das Schloss war riesig und sah wirklich genauso aus, wie man sich ein echtes Schloss vorstellt. Unsere Zimmer lagen teilweise in den Türmen. Das klang zunächst ziemlich cool – bis wir bemerkten, wie viele Treppenstufen man dafür jeden Tag hochlaufen musste. Auch zur Mensa waren es stolze 85 Stufen. Spätestens am zweiten Tag wussten unsere Beine also ganz genau, dass wir auf Klassenfahrt waren. Muskelkater inklusive!
Auch beim Wetter bekamen wir fast alles geboten: An einem Tag hatten wir 25 Grad und Sonnenschein, am nächsten plötzlich 17 Grad, Regen und Gewitter. Langweilig wurde es also auch wettertechnisch nicht.
Am Montag erkundeten wir zunächst das Gelände bei einer Schloss-Rallye. Dabei lernten wir nicht nur das riesige Schlossgelände kennen, sondern statteten natürlich auch den Ziegen einen Besuch ab. Die wurden in den nächsten Tagen sowieso zu unseren heimlichen Klassenfahrt-Stars und bekamen regelmäßig Besuch und Futter von uns.
Am Dienstag startete dann eines unserer größten Highlights: unser Zirkusprojekt. Jeden Tag übten wir in verschiedenen Gruppen mit ganz unterschiedlichen Materialien und Geräten. Das Ziel war klar: Am Donnerstag sollte aus unseren ersten Versuchen eine richtige Zirkusshow vor Publikum werden. Anfangs konnten wir uns kaum vorstellen, dass das klappt. Aber tatsächlich entdeckten einige von uns Talente, von denen vorher wahrscheinlich nicht einmal sie selbst etwas wussten.
Am Dienstagabend saßen wir gemeinsam an einem gemütlichen Lagerfeuer. In unserer Freizeit fütterten wir die Ziegen, spielten auf den beiden Feldern Ball oder übten weiter für unsere große Show. Wenn das Wetter nicht mitspielte, wurde es drinnen aber mindestens genauso lustig. Mit Frau Kurfürst spielten wir eine etwas andere und ziemlich verrückte Variante von „Stadt, Land, Fluss“. Einige von uns entdeckten sogar ihre Begeisterung fürs Schach.
Am Mittwoch bekamen wir sogar einen ganzen Koffer mit Zirkusmaterialien, sodass wir in unserer Freizeit weiterüben konnten. Und das haben viele tatsächlich gemacht – freiwillig! Das sagt wahrscheinlich schon alles darüber aus, wie viel Spaß uns das Projekt gemacht hat.
Am Mittwoch wurde es dann sportlich – und zwar richtig! Bei einer dreistündigen Waldführung zum Thema „Wald, Wiese und Moor“ waren wir unterwegs und erfuhren erstaunlich viele Dinge, die wir vorher noch nicht über unseren Wald wussten. Mit kleinen Experimenten untersuchten wir sogar den Waldboden. Seitdem wissen wir ziemlich genau, an welchen Stellen man besser nicht einfach drauflostreten sollte – zumindest dann nicht, wenn man seine Schuhe behalten und nicht irgendwo einsinken möchte.
Und weil drei Stunden Wandern offenbar noch nicht genug waren, packte uns an diesem Tag endgültig das Wanderfieber. Zusätzlich machten wir uns auf den Weg zu einer alten Mühle, die wir bei einer Führung genauer besichtigen durften.
Am Donnerstag wurde es dann ernst: Die Generalprobe für unsere Zirkusshow stand an. Um 15 Uhr sollte der große Auftritt stattfinden. Natürlich waren wir vorher ziemlich aufgeregt. Aber als es endlich losging, lief alles richtig gut! Die vielen Übungsstunden hatten sich gelohnt und wir konnten zeigen, was wir in den vergangenen Tagen gelernt hatten. Das Zirkusprojekt war für uns definitiv eines der Highlights der gesamten Klassenfahrt und ist wirklich jedem zu empfehlen, der einmal nach Schloss Boitzenburg fährt.
Nach dem Auftritt hätten wir uns eigentlich ausruhen können. Aber inzwischen waren wir offenbar echte Wanderprofis geworden. Also ging es am Nachmittag noch zur Klosterruine. Und Ausdauer muss schließlich belohnt werden: Frau Kurfürst spendierte uns anschließend in der Schokoladenfabrik ein Eis. Dort konnten wir außerdem beobachten, wie verschiedene Schokoladenspezialitäten hergestellt werden, und natürlich das eine oder andere Souvenir kaufen. Bei selbst gemachter Schokolade konnten schließlich nur die wenigsten widerstehen.
Am Freitag hieß es Koffer packen, Zimmer kontrollieren und Abschied nehmen. Gegen 9 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Hause.
Hinter uns lagen fünf Tage voller Zirkus, Wanderungen, Ziegen, Schokolade, Lagerfeuer, Muskelkater und ganz vieler gemeinsamer Erlebnisse. Wir haben viel gelacht, Neues ausprobiert und Seiten aneinander entdeckt, die man im normalen Schulalltag vielleicht gar nicht kennenlernt.
Unser Fazit: Schloss Boitzenburg war für uns eine richtig tolle Klassenfahrt. Wir hatten eine Megazeit – und eigentlich hätte die Woche ruhig noch ein bisschen länger dauern können!

