Zweifelderball


Mit Teamgeist und Taktik bis ins Landesfinale

Das Lieblingsspiel der meisten Kinder im Sportunterricht ist Zweifelderball. Das von den Regeln her einfache Spiel begeistert immer wieder ganze Schulklassen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Anfang des Schuljahres viele unserer Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der f├╝nften und sechsten Klassen den Wunsch hatten, am Neigungsunterricht Zweifelderball teilzunehmen.

Nicht immer konnten alle W├╝nsche ber├╝cksichtigt werden, da wir uns von Anfang an auf den Wettkampf ÔÇ×Jugend trainiert f├╝r OlympiaÔÇť vorbereiteten und es f├╝r unsere Sch├╝ler eine Auszeichnung sein sollte, an Sportwettk├Ąmpfen teilzunehmen.

Auch in diesem Schuljahr begannen wir bereits Mitte August mit den ersten ├ťbungsstunden. Hier ├╝bten wir Ballsicherheit genauso wie taktische Spielweisen und dass man nur mit Teamgeist zum Ziel kommt. Nicht alle haben bis zum Schluss durchgehalten und f├╝r einen Platz in der Schulmannschaft gek├Ąmpft. Am 12. M├Ąrz 2014 war es dann endlich soweit. Unsere Schulmannschaft sollte ihr erstes Turnier bestreiten. Zur Vorrunde, um den Einzug ins Kreisfinale zu schaffen, fuhren Julia Glorius, Ben Kaiser, Linus Urbanowitz, Maximilian Heinze, Daniel Pohlke, Tobias Gutschmidt, Marvin Felbel, Victor Ketelhohn, Leon Nitsche, Logan Schaak und Paul Bennor nach Hennigsdorf ins Oberstufenzentrum. Die zehn teilnehmenden Mannschaften wurden in zwei Gruppen gelost und wir spielten gemeinsam mit B├Âtzow, Hennigsdorf Nord, M├╝hlenbeck und Glienicke um den Einzug ins Halbfinale. Nun endlich konnte unsere Mannschaft zei
gen, was sie gelernt hat. Nachdem sich die anf├Ąngliche Aufregung legte, fand sie gut in die Spiele und gewann drei von vier. Somit hatte sie sich als Gruppenerster f├╝r das Halbfinale qualifiziert. Dieses lief leider nicht so gut. Wir machten viele taktische Fehler und verloren gegen Hohen Neuendorf mit 10: 0. Nach dieser Niederlage motivierten sich alle noch einmal, um das Spiel um Platz drei gegen Hennigsdorf Nord zu gewinnen. So konnten wir bei der Siegerehrung die Fahrkarte f├╝r das Kreisfinale in Liebenwalde mit nach Velten nehmen.

Ohne eine ├ťbungsstunde fuhren Julia Glorius, Ben Kaiser, Linus Urbanowitz, Maximilian Heinze, Daniel Pohlke, Tobias Gutschmidt, Justin Grabe, Victor Ketelhohn, Leon Nitsche, Tim Devantier und Paul Bennor eine Woche sp├Ąter am 19.03.2014 nach Liebenwalde zum Kreisfinale. Hier spielten die zw├Âlf besten Grundschulen des Kreises Oberhavel um den Kreismeistertitel. Diesmal waren wir mit Birkenwerder, Vehlefanz, Liebenwalde, Nieder Neuendorf und Hohen Neuendorf in einer Gruppe und mussten uns im Vergleich zur Vorrunde m├Ąchtig steigern, um ins Halbfinale zu kommen. Dabei verlief die Vorrunde f├╝r uns nicht optimal. Das erste Spiel gegen Birkenwerder konnten wir mit Kampfgeist und Taktik mit 8:0 f├╝r uns entscheiden. Auch gegen Liebenwalde und Vehlefanz gewannen wir hoch. Das sollte unser Gl├╝ck sein, denn die Spiele gegen Nieder Neuendorf und Hohen Neuendorf konnten wir mal wieder nicht gewinnen. So rechneten wir nicht mehr mit dem Einzug ins Halbfinale. Doch auf Grund unser hohen Siege in der Vorrunde sind wir hinter Nieder Neuendorf noch Gruppenzweiter geworden und spielten das Halbfinale gegen Sachsenhausen. Hier zeigten wir die schlechteste Leistung im ganzen Turnier und verloren mit 10:0 unser Spiel. Mit Spannung verfolgten wir das zweite Halbfinale zwischen Nieder Neuendorf und Germendorf. Zu aller ├ťberraschung gewann die Mannschaft aus Germendorf das Spiel. Und schon wieder mussten wir um Platz drei gegen unseren Angstgegner Nieder Neuendorf antreten. Es war toll was unsere Mannschaft in diesem Spiel zeigte. Zu keiner Zeit sah es so aus, als ob Nieder Neuendorf das Spiel noch gewinnen konnte und so standen wir auf dem Treppchen. Wir freuten uns sehr ├╝ber den dritten Platz, denn das bedeutete, dass wir uns f├╝r das Regionalfinale qualifiziert hatten. Alle konnten es kaum glauben, dass wir das nach der Vorrunde noch geschafft haben. So sa├čen wir eine Woche sp├Ąter, am 26.03.2014, wieder im Bus nach Liebenwalde, um gegen die besten zehn Mannschaften aus dem Schulamt Perleberg zu spielen. Wir hatten also nur vier Spiele in der Vorrunde, um das Halbfinale perfekt zu machen. Obwohl wir keine Gelegenheit hatten, im Vorfeld des Regionalfinales noch einmal zu ├╝ben, hatten alle Spieler unserer Mannschaft aus den Fehlern der verlorenen Spiele gelernt und gewannen ihre Spiele gegen Breddin, Perleberg, Putlitz und Bad Wilsnack mit Taktik, toller Wurftechnik und mannschaftlicher Geschlossenheit. So zogen wir wieder ins Halbfinale ein und unser Gegner hie├č Sachsenhausen. Wir nahmen uns vor, bis zum letzten Leben um den Sieg zu k├Ąmpfen und uns nicht noch einmal aufzugeben. Die Sachsenhausener machten es uns nicht leicht und sie k├Ąmpften teilweise auch mit unfairen Mitteln. Sehr stolz war ich auf unsere Mannschaft, dass sie darauf nicht eingingen und zeigten, dass sie sportlich fair gewinnen k├Ânnen. Als der letzte Sachsenhausener Spieler abgeworfen war, gab es kein Halten mehr. Wir hatten es geschafft. Zum ersten Mal in diesem Jahr standen wir im Finale. Es sollte das Spiel der Spiele werden. Die Mannschaft aus Germendorf hatte bis dahin auch noch kein Spiel verloren und zeigte in allen Vorrundenspielen eine starke Leistung.

Nach dem Anpfiff ging das Spiel hin und her. Mal konnten wir uns einen leichten Vorteil erspielen, dann wieder Germendorf. L├Ąngst hatten alle anderen Mannschaften ihre Platzierungsspiele beendet und verfolgten mit Spannung, wer in diesem Finale die Oberhand gewinnt. Nach fast f├╝nfzehn Minuten war es dann soweit. Wir hatten noch zwei Spieler im Feld und Germendorf einen. Durch geschicktes Zuspiel konnten wir denletzten Spieler abwerfen und wir waren tats├Ąchlich Sieger des Regionalfinales. Germendorf war eine sehr faire Mannschaft und hat uns zu unserem Sieg gratuliert. Es war ein tolles Endspiel, das seinen Namen wirklich verdiente.
Stolz haben Julia Glorius, Ben Kaiser, Linus Urbanowitz, Maximilian Heinze, Daniel Pohlke, Tobias Gutschmidt, Justin Grabe, Victor Ketelhohn, Leon Nitsche, Tim Devantier und Paul Bennor bei der Siegerehrung ihre Goldmedaillen in Empfang genommen und freuten sich schon auf das Landesfinale in Hohen Neuendorf.

Nach den anstrengenden Wochen konnten wir bis zum Landesfinale am 10. April 2014 noch ein bisschen verschnaufen und einige Dinge ├╝ben, die noch nicht so gut geklappt haben. Neben unserer Schulmannschaft mit Julia Glorius, Ben Kaiser, Linus Urbanowitz, Maximilian Heinze, Daniel Pohlke, Tobias Gutschmidt, Justin Grabe, Victor Ketelhohn, Leon Nitsche, Tim Devantier und Paul Bennor durften auch die meisten Spielerinnen und Spieler der Neigungsgruppe Zweifelderball als ÔÇ×FansÔÇť zum Landesfinale mitfahren, um unsere Mannschaft bei den Spielen zu unterst├╝tzen. Das taten sie auch lautstark, so dass manche von ihnen am Ende des Turniers keine Stimme mehr hatten.
Die dreizehn besten Schulmannschaften im Zweifelderball aus dem Land Brandenburg wollten hier den Landessieger ermitteln. In unserer Gruppe waren die Mannschaften aus Basdorf, Premnitz, Schwedt, Cottbus und Potsdam. Das erste Spiel gegen Schwedt konnten wir gleich mit 8:0 gewinnen. Das gab uns Selbstvertrauen. Leider lief es gegen Potsdam nicht so gut und wir verloren das Spiel mit 8:0. Nach dieser Leistung mussten wir uns unbedingt steigern, wenn wir das Halbfinale erreichen wollten. Und als ob uns diese Niederlage wachger├╝ttelt hat, gewannen wir die restlichen Spiele und wurden hinter Potsdam Gruppenzweiter. Unser Halbfinalgegner war mal wieder Germendorf. Wir stellten uns auf einen harten Kampf ein, aber es gelang uns ein souver├Ąner Sieg und wir hatten es ins Finale geschafft. Der n├Ąchste Angstgegner wartete auf uns ÔÇô Hohen Neuendorf. Nach einem unn├Âtigen Ballverlust kamen wir nicht mehr so richtig ins Spiel, obwohl alle bis zum Schluss k├Ąmpften, und verloren das Endspiel. Nach der ersten Entt├Ąuschung konnte unsere tolle Mannschaft die Siegerehrung und die ├ťbergabe der Silbermedaillen schon wieder genie├čen. Obwohl wir bei den Turnieren immer die j├╝ngste Mannschaft hatten, haben unsere Spieler gezeigt, dass man mit Teamgeist und der richtigen Taktik alles erreichen kann. Ich bin sehr stolz auf diese tolle Mannschaft.

Simone Franke

Zweifelderball in Liebenwalde

Regionalfinale

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